Travelogue
questions of travel, mobility, and migration

Thursday, June 03, 2004

Lied, aus dem fahrenden Zug zu singen

Der Zug fährt auf stählernen Gleisen,
die haben wir selber gelegt,
dass sie auf den endlosen Reisen
ins Morgen die Richtung uns weisen
und dass unser Zug sich bewegt.

Denn wir müssen alle weiterkommen.
Und da dürfen wir nicht zaghaft sein.
Jedes Ziel, kaum erreicht, ist schon wieder weggeschwommen.
Also, heizt ein!

Der Zug nimmmt auch mit all die Feigen,
die meinen, man zahlt heut nicht mehr.
Die lassen wir kurz mal aussteigen,
nur kurz, und um ihnen zu zeigen:
Schwer läuft sich's dem Zug hinterher.

Denn wir müssen ...

Der Zug macht viel Rauch und Geheule.
Und nachts fährt er mit Funkenflug.
Da grämt sich nur immer die Eule.
Der Zeiten der klapprigen Gäule
und Rindviecher sind nun genug.

Denn wir müssen ...

Und doch führt der Zug aus den Zeiten
der Väter manch großes Gepäck.
Es soll in den Wiesen und Weiten
der Zukunft Erinn'rung bereiten
und zeigen: Wir kommen vom Fleck.

Denn wir müssen ...

Der Zug jagt den glücklichsten Träumen
der Menschheit mit Macht hinterher,
jagt nach noch in luftlosen Räumen
des Alls, keine Stund' zu versäumen,
und nähert sich mehr und mehr.

Denn wir müssen alle weiterkommen.
Und da dürfen wir nicht zaghaft sein.
Jedes Ziel, kaum erreicht, ist schon wieder weggeschwommen.
Also, heizt ein!

(Kurt Demmler)




.: posted by BW 9:11 PM


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